Judo – Offene Landeseinzelmeisterschaft U15 in Nienhagen

Eine wesentliche Säule des Judosports ist der Wettkampf, der Shiai. Nur hier stellt sich die essentielle Frage nach Sieg oder Niederlage. Nur hier liegt es beim Judoka allein, sich mit Körper und Geist gegenüber einem Anderen im sportlichen Zweikampf durchzusetzen. Umso wichtiger ist es, dass Wettkämpfe überhaupt stattfinden können, um unseren Sportlern als auch Anderen diese Herausforderung zu bieten.
Und nun – nach fast zwei Jahren pandemiebedingter Abstinenz – konnte sich nun endlich wieder unser TUS bei einem Wettkampf beweisen. Im Training hat zwar derzeit die Vorbereitung für die anstehenden Gürtelprüfungen Vorrang, dennoch ging Frida Husung bei den Landeseinzelmeisterschaften in der Altersklasse U15 am 20. November in Nienhagen an den Start.


Uns war es wichtig, dass Wettkämpfe wie dieser, die unter erheblichen Auflagen mit großem Aufwand sicher und fair organisiert werden, nicht mangels Anmeldungen abgesagt werden müssen. Wir hatten keine Erwartungen an eine Platzierung; dabei sein war diesmal wirklich alles. Natürlich fehlte das Wettkampfgewusel, natürlich waren es weniger Teilnehmende, natürlich waren die Anfeuerungen zurückhaltender und natürlich auch schwerer durch die Masken zu verstehen. Natürlich gab es unterschiedliche Meinungen über dies und das. Aber alle vor Ort, ob auf oder neben der Matte, waren höflich, respektvoll und diszipliniert. Und das wundert auch nicht, denn die Verpflichtung zum gegenseitigen Wohlergehen ist das philosophische Prinzip unserer Sportart. Dafür hat sich die lange Fahrt gelohnt. Wir haben dort für das Wettkämpfen an sich mitgekämpft.

Frida hat dort den dritten Platz errungen. Sie wäre für die Norddeutschen Meisterschaften
qualifiziert. Da keiner weiß, welche pandemiebedingten Einschränkungen uns bevorstehen, wird Frida dort nicht antreten und stattdessen Familienangehörige besuchen, bevor das vielleicht nicht mehr geht.

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