Judo – Nikolausrandori am 07.12.2018

Es ist Anfang Advent und die Besinnlichkeit ist gerade erst eingekehrt. Süßigkeiten, Familientreffen
und Weihnachtsgedudel haben noch keine Folgen hinterlassen. Auch der Nikolaus war gerade erst
da, als irgendwo zwischen LED-Tannenbäumen und Fiesellampenleuchten die Lichter der Turnhalle
durch die feuchte Dunkelheit des 7. Dezembers schienen.

Die Judoka des TuS Harsefeld feierten ein Nikolausrandori. Die Gruppe der unter 10-jährigen hatte
dazu die Judokas aus Fredenbeck eingeladen. Beide Vereine trainierten gemeinsam um sich sportlich
bei Randoris, also Übungskämpfen, zu messen und anschließend die mitgebrachten Sportlersnacks
aufzufuttern.

Das Training fand unter der großen Überschrift des Judowertes „Freundschaft“ statt. Und für
Freundschaft braucht man manchmal nur einen gemeinsamen Ausgangspunkt, so wie hier – diesen
Sport. Es wurde beim Begrüßen mit der Verbeugung und dem „Rei“ klar, dass alle die gleiche
Judosprache sprechen. Mit den Lieblingsspielen der beiden Vereine wurde aufgewärmt. Nachdem
alle Wangen glühten ging es in die Zweikämpfe gegen zufällige Gegner – nein: Partner.

Besonders da wo Größe, Gewicht oder Gürtelfarbe zu weit auseinander lagen, nahm jeder Rücksicht
auf den anderen. Mancher Kampf wurde um Socken geführt, die dem Partner geklaut werden sollten,
manchmal gab es auch Tipps vom Schiedsrichter – aber immer für beide.

Die Fredenbecker haben mit ihren Familien einen stattlichen Fanclub mitgebracht. Da auch die
Harsefelder Eltern zahlreich erschienen, war die Halle entsprechend voll und das
Randori hatte auf zwei Matten fast schon Olympia-Flair.

Fredenbeck ist schließlich als „erster“ Sieger ans Buffet gegangen. Jeder kam zum Kämpfen und jeder
hat gewonnen. Wenn auch nicht jeder Kampf gewonnen wurde, so hat zumindest jeder an Erfahrung
gewinnen können. Am Ende des Trainings hatte sicher jeder das Gefühl, dass alle im Judo die gleiche
Sprache sprechen. Kleine Helden sind sie schließlich alle!

Die U12-Gruppe kam anschließend auch bei Spielen und Randoris ins Schwitzen. Hier kamen
ebenfalls alle zu vier Kämpfen und im Anschluss zu einem vollen Magen durch die Snacks vom
Elternbuffet. Ausgepowert und satt sind alle Trainingsteilnehmer im Anschluss aus dem hellen Schein
der Halle wieder in die feuchte Dezembernacht entschwunden.