Hornissen und Fußballer teilen sich Umkleideräume!

Hornissen und Fußballer teilen sich Umkleideräume!

Es muss so im Mai des Jahres 2018 gewesen sein. Zu dieser Zeit haben Hornissenköniginnen ihre Winterruhe beendet und sind auf der Suche nach einem geeigneten Platz für ihr Nest. Gerne werden dabei Hohlräume in Mauern genommen, da diese einen guten Schutz vor dem Wetter und vor Feinden bieten.
Auch die Umkleideräume im Waldstadion haben solch einen Hohlraum und eine Hornissenkönigin ist hier eingezogen. Da erst einmal die neue Brut schlüpfen muss, fällt eine einzelne Königin am Anfang nicht so auf. Aber irgendwann sind die ersten Arbeiterinnen flugfähig und das „Verkehrsaufkommen“ am Flugloch steigt. Das ist dann auch der Zeitpunkt, an denen der Mensch ins Spiel kommt. Nach Entdecken der recht großen Insekten ist meistens die Panik groß, und eine Entfernung der Tiere wird gewünscht.
Besonders dann, wenn sich, wie in diesem Fall, das Flugloch genau zwischen dem Trittrost für die Fußballschuhe befindet.
Aber es geht auch anders, denn so Böse wie viele denken, sind Hornissen gar nicht.
Wir haben die Fußballer gebeten, nur noch die rechte Roste zu benutzen und das scheint auch funktioniert zu haben. Noch im Oktober war leichter Flugbetrieb zu erkennen. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die Jungkönnigen überlebt haben und sich nun ein Winterlager suchen. Alle Arbeiterinnen sterben zum Herbst hin und das Nest, welches aus Zellulose besteht, wird langsam zerfallen.
Da ein Nest nicht wieder benutzt werden kann, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich im nächsten Jahr ein Nest an der gleichen Stelle befindet, sehr gering.
Aber wer weiß – vielleicht spricht sich gute Nachbarschaft auch unter Hornissen herum ?

Menü